
Das Gedächtnis der RWTH Aachen hat einen neuen Kopf. Dr. Hendrik Friggemann ist neuer Leiter des Hochschularchivs der RWTH, in dem Akten, Unterlagen, Filme, Fotos und vieles mehr seit der Gründung der RWTH als Polytechnische Schule im Jahr 1870 zur Einsicht und Auswertung zusammengetragen wurden und weiterhin werden. Friggemann beerbt als Leiter des Hochschularchivs Christine Roll, Professorin für Geschichte der Frühen Neuzeit am Historischen Institut, sowie RWTH-Archivar Klaus Graf. Gleichzeitig geht die Verantwortung für das Archiv damit vom Historischen Institut der Hochschule zur Universitätsbibliothek (UB) über. „Der Hauptgrund ist, dass sich gerade die Herausforderungen für das Archiv erheblich ändern. Ging es lange darum, das Archiv an der RWTH sowie in der Stadt bekannt zu machen und überhaupt Archiv- und Recherchestrukturen zu schaffen, steht nun die digitale Langzeitarchivierung im Mittelpunkt. Dafür muss das Archiv in entsprechende Infrastrukturen integriert sein“, erklärt Professorin Roll.

Die UB bietet diese Infrastruktur und arbeitet an ähnlichen Themen wie das Archiv: nachhaltige Überlieferung und Erschließung sowie Bereitstellung analoger und digitaler Informationen für die verschiedenen Stakeholder an der RWTH. „Die Angliederung des Archivs an die Bibliothek ist eine Strukturmaßnahme, die an vielen anderen Universitäten in ganz Deutschland gut funktioniert. In jedem Fall bleibt das Archiv weiterhin als eine distinkte Einrichtung mit besonderem Auftrag für die Hochschule erkennbar“, betont Dr. Jochen Johannsen, Leiter der UB.[…]
Dr. Hendrik Friggemann studierte Mittlere und Neuere Geschichte sowie Romanistik an der Universität Mainz und promovierte dort im Bereich Zeitgeschichte. Nach dem Referendariat für den höheren Archivdienst beim Land Hessen war er ab 2013 als Leiter des Universitätsarchivs und als UB-Fachreferent für die Romanistik an der Universität Duisburg-Essen tätig. Schwerpunktmäßig befasste er sich dort mit der Weiterentwicklung und Digitalisierung der Archivdienstleistungen. Seit 2022 ist er Leiter des hochschulübergreifenden Projekts Digitale Langzeitarchivierung an den NRW-Hochschulen (LZA.NRW), das er auch an der RWTH weiter verfolgt. „Wir sind froh, mit Herrn Friggemann einen ausgewiesenen und weithin anerkannten Fachmann gewonnen zu haben. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihm auch als Projektleiter des von den NRW-Hochschulen finanzierten Projekts LZA.NRW zur Digitalisierung der Hochschularchive in NRW und auf die Zusammenarbeit mit unseren Projektpartnern an der Universität Duisburg-Essen. Zugleich danken wir seinem Amtsvorgänger, Klaus Graf, für die Pionierarbeit und Etablierung des Archivs in den vergangenen zwei Jahrzehnten“, sagt Johannsen.[…]
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