Private Postkartensammlung dem Hochschularchiv überlassen

Das Hochschularchiv freut sich über einen neuen spektakulären Zugang zu den Beständen: Günter Breuer, langjähriger Mitarbeiter der Bibliothek der RWTH, hat dem Hochschularchiv ein in vielen Jahren zusammengetragenes Album überlassen: die wohl größte Postkartensammlung mit Motiven der RWTH. Die Motive zeigen Gebäude und Institute seit der Gründung der Polytechnischen Hochschule. Das Hochschularchiv besitzt nur wenige Postkarten. Wir danken Herrn Breuer herzlich für diesen wertvollen Vorlass.

Postkarte aus nachlass breuer_1919

Postkarte aus dem Breuer-Vorlass, 1919 beschriftet

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Ein Coverbild aus dem Hochschularchiv

Eines der ausdrucksstärksten Bilder unserer Fotosammlung (2.1.1_f) hat es auf den Titel der Veröffentlichung zum Jubiläum der Weinheimer Corps geschafft. Die Historische Kommission des WVAC e.V.  (Weinheimer Vereinigung Alter Corpsstudenten) hat zum 150-jährigen Jubiläum des Verbandes den Neubeginn der Weinheimer Corps nach 1945 aufgearbeitet. Die Corpschroniken und ein Fragenkatalog dienten zur Erhebung der Daten, die in elf Einzeldarstellungen zusammengestellt wurden.

Der SC (Seniorenconvent) zu Aachen wird von Ernst Schiffer in Zusammenarbeit mit dem Marko-Guestphalen – Marko-Guestphalia ist das älteste Corps in Aachen – Karl Heinrich Kühler vorgestellt, der eine Schilderung der Neuorganisation nach dem Zweiten Weltkrieg beiträgt (S. 213-248).

Das Titelbild des Bandes zeigt eine Ansicht aus dem Hauptgebäude der RWTH Aachen auf den Aachener Dom aus den Fenstern des ersten oder zweiten Stockes. Kurz nach dem Krieg aufgenommen, veranschaulicht es die Zerstörung der Stadt und der Hochschule durch die alliierten Bombenangriffe.

WSC

Neubeginn der Weinheimer Corps nach 1945 (Beiträge zu Geschichte des WSC). Hrsg. v. d. Historischen Kommission zum Jubiläum 150 Jahre WSC im Auftrag des Vorstandes des Weinheimer Verbandes Alter Corpsstudenten e. V. Dr. Marcel Hattendorf. Weinheim 2013.

Zur Rezension bei akadpress

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Die Schiffer- und Kaufmanns-Familie Schultes in Ulm und Heidenheim

Als Dank für unsere Hilfe bei seinen Recherchen hat uns Jürgen Arnold ein Exemplar seiner Monografie „Die Schiffer- und Kaufmanns-Familie Schultes in Ulm und Heidenheim“ zugesendet.

Belegexemplar SchultesBei diesem Buch handelt es sich nicht ausschließlich, wie der Autor anmerkt, um ein Familienporträt. Ebenso werden in dieser Monografie auch Themen mit lokalem oder regionalem Bezug aufgegriffen. So zum Beispiel das Leben von Wilhelm Schultes, zu dem der Autor uns im vergangenen Jahr kontaktierte.

Wilhelm Schultes war von 1943 bis 1948 Professor für Wärmewirtschaft sowie Direktor des Maschinenlaboratoriums, des Sprinkler-Laboratoriums und des Heizkraftwerkes an der RWTH Aachen und, wie der Autor anmerkt, „einer der bemerkenswertesten Vertreter der Familie“ (S. 266). Schultes trat 1933 der NSDAP und SA bei.

In seiner Darstellung zur RWTH Aachen in der NS-Zeit vertritt Ulrich Kalkmann die These, Schultes sei ein „fanatischer Nationalsozialist“ gewesen, da er nicht nur „politischen Eifer“ und „ideologische Grundlagen“ in der Ausführung seiner Lehrtätigkeit aufwies, sondern auch 1944 mehreren Hochschulmitarbeitern mit Verhaftung und Konzentrationslager drohte und dem Befehl der Sprengung des Heizkraftwerks der RWTH nachkam (wobei diese aber von zwei Angestellten verhindert wurde).

Arnold hingegen ist zu gegenteiligen Ergebnissen gekommen. Demnach soll Schultes nie intendiert haben, das Heizkraftwerk zu sprengen. Vielmehr half er dabei, wichtige Maschinenteile des Kraftwerks zu verstecken, damit der Betrieb nach dem Krieg schnellstmöglich wieder verrichtet werden konnte. Außerdem bezweifelt der Autor, dass es zu entsprechenden Drohungen gekommen ist. „Bewertend wird man feststellen können, dass Wilhelm Schultes seit 1933 ein Anhänger der nationalsozialistischen Ideen war. Sicherlich jedoch war er kein fanatischer Anhänger, der sich leidenschaftlich, unduldsam und rücksichtlos für den Nationalsozialismus einsetzte. Er war in erster Linie Wissenschaftler. Seinen Beruf nahm er ernst. Die Zeit, die ihm der Beruf übrig ließ, nutzte er als Schriftsteller der Fachzeitschrift. Das wurde von vielen Personen, auch solchen die sich im Entnazifizierungsverfahren äußerten, bestätigt. In diesem Zusammenhang ist wesentlich die Feststellung des Entnazifizierungs-Hauptausschusses, die Belastungen von Schultes seien nicht besonders schwerwiegend” (S. 275).

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1914 Mitten in Europa

Belegexemplar_1914 Mitten in Deutschland

Uns hat ein neues Exemplar für die Präsenzbibliothek erreicht:  Der Ausstellungskatalog “1914 Mitten in Europa. Die Rhein-Ruhr-Region und der erste Weltkrieg.” Dabei handelt es sich um den Katalog zur Ausstellung des LVR-Industriemuseums und des Ruhr Museums auf der Kokerei Zollverein 30. April bis 26. Oktober 2014. Neben dieser Ausstellung finden noch weitere Veranstaltungen und Exkursionen statt, um an den Beginn des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren zu erinnern. Auch das Hochschularchiv steuerte Leihgaben bei, um das Gedächtnis an die “Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts” aufrecht zu erhalten. Eine davon zeigt das Hauptgebäude der RWTH.

Leihgabe_2.1.1.b Hauptgebäude

Quelle: Hochschularchiv 2.1.1.b Hauptgebäude

 

Weitere interessante Leihgaben von uns und vielen weiteren Museen, Archiven und anderen Institutionen können in der Ausstellung bewundert und bestaunt werden. Zahlreiche weitere Hinweise zu Ausstellungen, die an den Anfang des Ersten Weltkrieges erinnern, befinden sich auf der Ausstellungswebseite.

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Was man nicht alles beim Verzeichnen findet!

Beim Verzeichnen von Personalakten machte unsere ehemalige Praktikantin Andrea Herzog eine spannende Entdeckung: Die ehemalige Bundesministerin für Bildung und Forschung, Annette Schavan, hat mit ihrer Personalakte als Lehrbeauftragte (Sign.: PA 9089) den Weg in unser Archiv gefunden.

Ein Eintrag im Vorlesungsverzeichnis vom Sommersemester 1982 (S. 330) belegt, dass Schavan in diesem Semester die Übung “Freiheit und Bindung” (2 Stunden, 19-20:30 Uhr donnerstags) am Lehrgebiet Katholische Theologie angeboten hat. Für das WS 1981/82 fehlt ein solcher Eintrag.

Informationen aus der Personalakte dürfen wir selbstverständlich noch nicht preisgeben, da in diesem Fall die Schutzfrist (§ 7 Absatz 1) des Archivgesetzes NRW greift, wonach personenbezogene Unterlagen erst 10 Jahre nach dem Tod der betreffenden Person einsehbar sind. Für Ausnahmen zu dieser Regelung verweisen wir gerne auf § 7 Absatz 6:

“(6) Die Nutzung von Archivgut, das Schutzfristen nach Absatz 1 und 4 unterliegt, kann vor deren Ablauf auf Antrag genehmigt werden. Bei personenbezogenem Archivgut ist dies nur zulässig, wenn

 1. die Betroffenen in die Nutzung eingewilligt haben,

2. im Falle des Todes der Betroffenen deren Rechtsnachfolger in die Nutzung eingewilligt haben, es sei denn, ein Betroffener hat zu Lebzeiten der Nutzung nachweislich widersprochen, oder die Erklärung der Einwilligung wäre nur höchstpersönlich durch die Betroffenen möglich gewesen.

3. die Nutzung zu benannten wissenschaftlichen Zwecken oder zur Wahrnehmung rechtlichen Interesses erfolgt und dabei sichergestellt wird, dass schutzwürdige Belange Betroffener nicht beeinträchtigt werden,

4. dies im überwiegenden öffentlichen Interesse liegt.”

Schavan PA 9089

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Kalenderbild Juli: YouTube-Channel des Hochschularchivs

An diesem Freitag präsentieren wir unser Kalenderbild des Monats Juli, einen Screenshot von unserem YouTube-Channel. Zu sehen ist ein Ausschnitt aus dem Video zu unserer im vergangenen Jahr stattgefundenen Ausstellung zur Architektur an der RWTH-Aachen.

Screenshot_Kalender_3_klein Am 3. Februar 2012 feierte der YouTube-Channel des Hochschularchivs seine Premiere mit einem Video zur Bestandserhaltung, präsentiert von unserer ehemaligen Mitarbeiterin Erika Haase. Nach drei weiteren Aufnahmen von unserer Führung zum Tag der Archive 2012 folgte eine Sendepause von circa einem Jahr. Im vergangenen Jahr kehrte mit dem oben angesprochenen Ausstellungsvideo wieder neues Leben in unseren Channel ein.

Unsere Videos sollen einen Einblick in unseren Arbeitsalltag geben. Dazu gehören Aufgabenbereiche wie beispielsweise Öffentlichkeitsarbeit, Bestandserhaltung oder – wie in unserem aktuellen Video – Impressionen aus der zehnjährigen Dienstzeit unseres Archivars Dr. Klaus Graf.

Zu unserem aktuellen Video wie zum Channel geht es hier lang.

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Neue Vorlesungsverzeichnisse

Ab heute gibts das Vorlesungsverzeichnis der RWTH (damals noch als Polytechnische Schule bekannt) von 1876-1877, sowie von 1879-1880 bei unseren digitalen Angeboten.

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Beitrag des Hochschularchivs im Jahrbuch des Historischen Instituts der RWTH

Auch dieses Jahr sind wir wieder mit einem Artikel im Jahrbuch des Historischen Instituts vertreten:

Karl der Große im Hochschularchiv? Von Maria Horn und Lars Voßen

Im Karlsjahr 2014 wird vermutlich kaum jemand auf die Idee kommen, seine Forschungen über Karl den Großen im Hochschularchiv zu tätigen. Damit mag er auch nicht falsch liegen, da die ältesten Archivalien in unseren Beständen aus den 1860er Jahren stammen und somit logischerweise kein zeitgenössisches Dokument über Karl den Großen dabei ist.

Erstaunlicherweise finden sich in unserem Archiv aber sowohl Dokumente zum Karlspreis als auch ansehnliches Bildmaterial zu den Preisträgern, den Urkunden und Medaillen. Weniger erstaunlich mag dies klingen, wenn man die engen Verbindungen des Karlspreises mit der RWTH kennt: Der Karlspreis wurde 1950 erstmals vergeben und steht unter dem Leitmotto, Menschen auszuzeichnen, die sich um die Idee Europas verdient gemacht haben. Die persönliche Vorliebe Karls des Großen Aachen gegenüber und die ihm zugeschriebene Rolle als erster Einiger Europas legten die Idee des Standortes und Themas nahe. Unter den 12 Gründungsmitgliedern von 1949 befand sich neben zwei Hochschulprofessoren auch Professor Dr. Wilhelm Müller, damaliger Rektor der Technischen Hochschule. Seither besetzt der Rektor der RWTH als eines der drei „geborenen Mitglieder“ einen Sitz im Direktorium der Gesellschaft und darf somit an der Auswahl des Karlspreisträgers teilnehmen.[1]

Aus dem Jahr der ersten Preisverleihung 1950 sind verschiedene Dokumente in unserem Archiv überliefert: ein Bild, das den Preisträger Richard Graf Coudenhove-Kalergi (Sign.: 8.4.1k) während der Veranstaltung zeigt, verschiedene Unterlagen im Vorlauf der Verleihung wie Einladungen, Organisatorisches und Zeitungsausschnitte (12155a) oder die Rede des Rektors bei der abendlichen Festveranstaltung (12139). Darin erklärt der Rektor die Wichtigkeit eines solchen Preises auch für eine wissenschaftliche Einrichtung wie der technischen Hochschule, deren Forschung auch vom Zusammenwachsen verschiedener Nationen abhängig sei.8.4.1_k

Vor allem in der Akte 12155a/b befinden sich ausschließlich Dokumente bezüglich des Karlspreises. Die Akte bietet allerdings keine kontinuierliche Überlieferung, nur vereinzelte Jahrgänge haben den Weg in unser Archiv gefunden. Lebensläufe der Preisträger, Zeitungsartikel zu dem Ereignis, Reden sind ebenso enthalten wie profane Organisationsangelegenheiten wie z.B. die Frage, wie viele der Senatsmitglieder kommen und mit welchem Verkehrsmittel sie anreisen – eigener Wagen, Mietwagen oder „Taxe“.

Auch die Dokumente in S4001 widmen sich so elementaren Angelegenheiten wie der Anweisung an Senatsmitglieder, für die Feierlichkeiten rechtzeitig ihre Talare bringen zu lassen. Ein Briefwechsel mit dem italienischen Botschafter von 1964 in demselben Archivale zeigt die internationale Bedeutung des Karlspreises.

Standortbedingt war und ist Karl der Große auch für Forschung und Lehre an der RWTH kein unbeschriebenes Blatt.

Zwei bedeutende Karlsforscher an der RWTH – besser gesagt deren Unterlagen  – haben bereits ihren Weg in unsere Bestände gefunden: Wolfgang Braunfels (1911-1987) und Max Kerner. Braunfels war insgesamt 12 Jahre an der RWTH tätig. Am 1. November 1953 wurde er zum Ordentlichen Professor für Kunstgeschichte berufen; ab dem Wintersemester 1959/60 war er bis zum Sommersemester 1961 zudem Dekan der Fakultät für Bauwesen. Seine Berufung  auf das Ordinariat für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München beendete am 30. September 1965 seine Lehrtätigkeit an der RWTH. In der Schlussphase seines Wirkens war Braunfels maßgeblich an der Ausstellung Karl der Große – Werk und Wirkung beteiligt, die in Zusammenarbeit mit der Stadt Aachen konzipiert und vom 26. Juli bis zum 19. September 1965 im Rathaus von Aachen gezeigt wurde. Braunfels‘ Beitrag zu der Ausstellung zeigt sich unter anderem in seinen Aufsätzen „Die Pfalzkapelle Karls des Großen in Aachen“, „Der Aachener Hof und seine Kultur“ und „Karl der Große im Bildnis und Zeugnis der Zeitgenossen“, die alle im Jahr 1965 veröffentlicht wurden.[2] In unseren Beständen befinden sich zwei Reden von Braunfels aus den Jahren 1964 und 1965, in denen er die Konzeption der Ausstellung und eine kurze Biographie Karls des Großen vorstellt (AMA 64, S. 57-61/12164).

Zu Braunfels bekamen wir bereits im September des letzten Jahres eine wissenschaftliche Anfrage aus New York. Da wir seine Personalakte (1680) in unseren Beständen besitzen, konnten wir die Fragen zu seiner Zeit „vor der RWTH“, seinem Aufenthalt in Italien, erfolgreich beantworten. Die Personalakte enthält nämlich eine von Braunfels verfasste Aktennotiz (28.4. 1960): „Unmittelbar nach meiner Promotion, am 7.2. 1937, bis zu meiner Einberufung zum Wehrdienst am 16.6.1940, war ich in Florenz am dortigen Deutschen Kunsthistorischen Institut tätig.“ (1680) Dies deckt sich mit den Informationen aus seinem Personalbogen, in dem unter der Kategorie „Militärdienstzeit“ folgendes steht: „Eingezogen am 16. Juni 1940. Seit 1942 Leutnant in einer Funkkompanie. Soldat bis 8.5. 1945.“ (Ebd.)

Max Kerner sollte vielen Studenten am Historischen Institut durch Seminare und Vorlesungen ein Begriff sein. Ein Blick in den Instituts-OPAC, der beim Suchbegriff „Max Kerner“ unter anderem „Karl der Große und sein Schrein in Aachen“ und „Der verschleierte Karl“ als Ergebnisse ausspuckt, deutet bereits auf einen Forschungsschwerpunkt des Historikers hin.[3] Kerners Laufbahn an der RWTH begann bereits 1966 mit seiner Tätigkeit als wissenschaftlicher Assistent an unserem Historischen Institut, dem er bis zum heutigen Tag in verschiedenen Positionen „treu“ geblieben ist. Speziell zu seinen Anfängen besitzen wir mehrere Unterlagen: Sowohl sein abgeschlossenes Promotionsverfahren (9025) und die Promotionsurkunde vom 5. April 1971 (9028) als auch sein Habilitationsverfahren zwischen 1974 und 1978 (N 0112) wurden von uns bereits verzeichnet. Zwei Berichte in den Jahrbüchern der RWTH mit dem Titel „Der hochmittelalterliche Humanismus als kulturgeschichtliches Problem“ (AMA 73/74, S. 100-106) und „Zum Problem der mittelalterlichen Fälschung“ (AMA 75, S. 93-102) und einzelne Reden von Kerner zwischen 1986 bis 1989 (12145/12146/12148) runden unseren bisher verzeichneten Bestand zu ihm ab. Wir hoffen natürlich darauf, eines Tages weitere Unterlagen von Max Kerner zu erhalten, die uns die Möglichkeit geben, sein Schaffen an der RWTH für die Nachwelt noch weitreichender aufbereiten zu können.

Bereits jetzt können wir die Frage „Karl der Große im Hochschularchiv“ durchaus positiv beantworten –  1200 Jahre nach seinem Tod führen die Spuren des großen fränkischen Königs auch in unser Archiv. Wir sind gespannt, was bis zum nächsten Karlsjahr noch dazukommt.

3.2.1_ae

[1] Die Webseite www.karlspreis.de bietet viele Informationen, sowohl zum Preis als auch zu einzelnen Preisträgern.

[2] Biographische Angaben zu Braunfels bietet die GND via BEACON-Findbuch: http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=118514717. Auf unserer Homepage bieten wir unter Digitale Angebote auf der Seite GND-Nummern der Professoren/innen und Dozent/innen der RWTH 1870-1995 weitere GND-Nachweise zu den hier Lehrenden an.

[3] In unserer Präsenzbibliothek befindet sich außerdem der von Kerner mitherausgegebene Sammelband „Karl der Große und sein Nachwirken. 1200 Jahre Kultur und Wissenschaft in Europa“ (Sign. Aa Kar)

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(Deutsch) Kalenderbild Juni: Aquarell von Otto Gruber

Diesen Freitag zeigen wir euch ein Aquarell (Salzburg 1907) von Otto Gruber, unser Kalenderbild für Juni.

Aquarell Gruber

Salzburg 1907

Otto Gruber wurde am 16. Mai 1883 in Offenburg geboren und studierte Architektur an den Technischen Hochschulen in München und Karlsruhe.

In dem Jahr, als dieses Aquarell entstand, machte er seine Diplom-Hauptprüfung und schlug eine Beamtenlaufbahn als Regierungsbauführer bei Friedrich Ostendorf, dem damals führenden Architekten, ein. 1914 bis 1918 folgten seine Promotion zum Dr. Ing. und seine Habilitation in Karlsruhe. Ab 1928 war Gruber dann bis 1950 Ordinarius für Baukonstruktionslehre an der RWTH Aachen.

Von 1934 bis 1937 wurde er zum Rektor der RWTH berufen und ab 1938 war er zehn Jahre lang Prorektor. In seiner Antrittsrede zum Rektor 1934 gelobte er die Treue zu Adolf Hitler und förderte die „Nazifizierung“ des Hochschulwesens. 1937 trat er dann – wie viele seiner Zeitgenossen – in die NSDAP ein.

Gruber setzte sich verstärkt für den Ausbau der Hochschule ein. Unter seiner Leitung als Rektor wurde der Neubau des Instituts für Bildsame Formgebung, die Errichtung der Institute für Schweißtechnik und für Textiltechnologie, sowie der Beginn des Aulaneubaus veranlasst. Am 30. September 1950 emeritierte er und wurde ein J

ahr später zum Ehrensenator der RWTH gewählt, in Anerkennung seiner Dienste an der Hochschule.

 Gruber verstarb am 24. Januar 1957 in Aachen.

Seine Hauptarbeitsgebiete befassten die Baugefügeleh

re, die Baugeschichte des Mittelalters, die Westwerke deutscher Dome und die deutschen Bauern- und Ackerbürgerhäuser.

Als er am 12. Mai 1934 zum Rektor der RWT

H ernannt wurde, befasste er sich in seiner Rektoratsrede mit dem Thema „Über die Möglichkeiten einer Erziehung zur deutschen Baukunst“; er wollte sich von der herrschenden „baukünstlerischen Anarchie“ abwenden und darauf hinweisen, die Baukunst stattdessen wieder als deutsche Kunst zu betrachten.

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Seine Skizzenbücher und Zeichnungen galten als Vorbilder für den werdenden Architekten und verdeutlichen die zahlreichen Themenbereiche, mit denen Gruber sich befasste.

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(Deutsch) Die Technische Hochschule Hannover und der Entzug akademischer Titel in der NS-Zeit

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(Deutsch) Öffnungszeiten in der Pfingstwoche

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(Deutsch) Den Campus erkunden im Rahmen des Fahrradsommers 2013

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(Deutsch) Praktikumsbericht

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(Deutsch) Biographie Carl Walther

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(Deutsch) Praktikumsbericht

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(Deutsch) Neue Öffnungszeiten

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(Deutsch) Öffnungszeiten

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(Deutsch) Führung durch das Hochschularchiv

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