Kalenderbild Mai: Maschinenlaboratorium 1913/14

Noch vor wenigen Monaten machte das Werkzeugmaschinenlabor,  kurz WZL, durch einen spektakulären Brand auf sich aufmerksam. Die 150 Mitarbeiter der Maschinenhalle blieben unverletzt, allerdings entstand ein Schaden von insgesamt 100 Mio. €.

Wir blicken jedoch zurück auf die Anfänge des heutigen WZL, die auf den damaligen Professor und späteren Rektor der RWTH, Adolf Wallichs, zurückgehen. Wallichs wurde im Jahr 1906 an den Lehrstuhl für Werkzeugmaschinen und Betriebslehre berufen. Das dortige Maschinenlabor stand von nun an unter seiner Leitung. In diese Zeit fällt auch die Tätigkeit des Ingenieurs und späteren Ehrensenators der RWTH, Hugo Junkers. Im Maschinenlaboratorium entwickelte Junkers den „Gegenkolben-Dieselmotor“, die Grundlage für seine weitere Arbeit im Feld Motorenbau.

Sig.: 2.9.6 g

Nachdem Herwart Opitz 1936 den Lehrstuhl übernommen hatte, stand die Arbeit des WZL im Fokus der militärischen Aufrüstung. Opitz bemühte sich im Laufe der Jahre um die stetige Erweiterung der Forschungstätigkeit des Maschinenlaboratoriums, das schließlich zu einem der bedeutendsten Forschungsstätten seiner Art heranwuchs.

Nach seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg konnte das Laboratorium seine Forschungsarbeit in den nachfolgenden Jahren, nicht zuletzt dank der aufsteigenden Wirtschaft der 50er Jahre, verstärken. Im Laufe der Jahre folgten die sukzessive Erweiterung der Forschungsbereiche sowie die Kooperation mit dem Fraunhofer Institut für Produktionstechnologie, an dessen Gründung die Leitung des WZL beteiligt war.

Das WZL vereint vier kooperierende Lehrstühle der RWTH, darunter der Lehrstuhl für Fertigungsmesstechnik und Qualitätsmanagement, Produktionssystematik, Technologie der Fertigungsverfahren und der Lehrstuhl für Werkzeugmaschinen.

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