Friedrich Adolph Brüggemann – Die Anfänge der RWTH

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Im Jahr 1858 erhielt Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preußen (später Kaiser Friedrich III.) von der Aachener und Münchener Feuer-Versicherungsgesellschaft eine gemeinnützige Spende in Höhe von 5000 Talern. Dieses Geld sollte als Teilkapital die „[…] Gründung eines polytechnischen Instituts in der Rheinprovinz in einer rheinischen Stadt“ (Quelle: Aachen. Die Rheinisch Westfälisch Technische Hochschule, 1961, S. 11) finanzieren. Doch noch war keine Stadt bestimmt, Sitz der neuen Hochschule zu werden. Der hier abgebildete Hofrat Friedrich Adolph Brüggemann (Sign. 1.5.a), der zu dieser Zeit Generaldirektor der Aachener und Münchener Feuer-Versicherungsgesellschaft war, soll Prinz Friedrich Wilhelm weitere finanzielle Unterstützung versichert haben für den Fall, dass die Stadt Aachen als Ort der Hochschule ausgewählt würde. Auch weitere Vereine und Behörden in Aachen stellten Zuschüsse für den Bau in Aussicht. Parallel bewarben sich Köln und Düsseldorf als Standorte für die neue polytechnische Schule. Die Verhandlungen dauerten fünf Jahre. 1863 entschied man sich schließlich für Aachen. Gründe hierfür waren die vielfältige Industrie Aachens, die guten Bahnanbindungen und letztlich auch die versprochene Übernahme der Baukosten. Am 15. Mai 1865 wurde der Grundstein für die heute Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen gelegt (Quelle: Gedenkschrift Gast, 1920 S. 16; RWTH 1961, wie oben, S. 12).

Das Porträt des Hofrats Brüggemann sowie weitere Abbildungen von Archivalien des Hochschularchivs können im Archivkalender 2013 begutachtet werden, der hier als PDF heruntergeladen werden kann.

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